Einwohnermeldeamt

Einwohnermeldeamt

Einwohnermeldeamt

Das Einwohnermeldeamt kann als die jeweilige örtliche Meldestelle bezeichnet werden. In Deutschland besteht eine gesetzliche Meldepflicht. Jeder Einwohner, jeder Bürger muss mit seinem Wohnsitz gemeldet, angemeldet sein. Diese Meldepflicht korrespondiert unmittelbar auch mit der Ausweispflicht. Denn das Mitführen eines gültigen Personalausweises ist zumindest hilfreich. Wer sich nicht ausweisen kann, muss damit rechnen, dass seine Personalien von Amts wegen festgestellt werden.

Aufgabengebiet

Das Aufgabengebiet des früheren Einwohnermeldeamtes ist im Laufe der Jahre und Jahrzehnte deutlich erweitert worden. Dafür gibt es mehrere Gründe, zu denen unter anderem Aufgabenbündelungen innerhalb der Stadt- und Gemeindeverwaltung gehören, aber auch die Vielfalt an Problemen und Themen des Meldealltages. Seitdem die Ämter und Behörden ihren hoheitlichen Beamtenstatus aufgegeben haben und heutzutage dem Bürger als Dienstleistungszentren zur Verfügung stehen, werden sie vielfach auch als Bürgeramt oder Bürgerservice bezeichnet. Damit soll vermittelt werden, dass die Behörde für den Bürger da ist und für ihn eine messbare Dienstleistung erbringt.

Städte:

Melderechtsrahmengesetz

Das Melderechtsrahmengesetz ist ein Bundesgesetz, das in der Praxis von den einzelnen Bundesländern sowie vor Ort von den Städten umgesetzt wird. Die Haupt- und originäre Aufgabe ist die Bearbeitung der An-, Ab- und Ummeldungen. Dieses System ist lückenlos und kann bis ins Detail recherchiert werden. Wer seiner Meldepflicht nachkommt, dessen Wohnsitz kann über das zentrale Melderegister buchstäblich in Minutenschnelle ausfindig gemacht werden. In diesen Bereich gehört auch die Bearbeitung von Auskünften aus dem Melderegister zu vielfältigen und ganz unterschiedlichen Zwecken.

Arbeitsbereich Ausweis- und Passwesen

Ein weiterer umfangreicher Arbeitsbereich ist das Ausweis- und Passwesen. Sowohl Personalausweise als auch Reisepässe für alle Personen- und Altersgruppen sind beim Einwohnermeldeamt zu beantragen. Das gilt ebenfalls für die Ersatzdokumente, wenn zum Beispiel die Originale verloren, oder gestohlen wurden.
Führungszeugnisse sowie Auszüge aus dem Gewerbezentralregister sind beim Einwohnermeldeamt gegen Gebühr zu beantragen. Diese Unterlagen werden wenige Wochen später von den zuständigen Behörden direkt an den Antragsteller geschickt.
Hinzu kommen noch Aufgabengebiete wie amtliche Beglaubigungen, oder die Erteilung von Meldebescheinigungen, Lebensbescheinigungen oder Haushaltsbescheinigungen.
Und bis in das Jahr 2011 hinein wurde die Wehrerfassung über das Einwohnermeldeamt abgewickelt.

Jeder gemeldete Bürger ist beim Einwohnermeldeamt registriert. Für die Mitarbeiter gilt eine sehr hohe Verschwiegenheitspflicht. Denn die Auskunftsrechte der Bürger über ihre Verwandten, Bekannten oder Nachbarn sind aufgrund des Datenschutzes äußerst begrenzt.