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50.000 weniger Sozialwohnungen in Berlin bis 2013
Publiziert am: 20.2.2012 um 14:35In Berlin sinkt die Zahl der Sozialwohnungen seit vergangenem Jahr beachtlich. Die Rede ist von einer Verringerung der Sozialwohnungen um 50.000 bis zum kommenden Jahr. Aber woran liegt es, dass es in der Hauptstadt immer weniger Sozialwohnungen gibt?
Geringverdiener haben es in Berlin seit einiger Zeit meist sehr schwer eine geeignete und vor allem passende Wohnung zu finden. Warum? Ganz einfach: Wegen dem Förderungsstopp gibt es zwischen 2011 und 2013 insgesamt 50.000 weniger Sozialwohnungen. Während es 2011 noch über 162.000 waren, werden es im Laufe des kommenden Jahres nur noch rund 113.000 sein.
Jede dritte Sozialwohnung gestrichen
Eine erschreckende Entwicklung: Innerhalb von nur zehn Jahren ist in der Bundeshauptstadt jede dritte Sozialwohnung gestrichen worden. Das zumindest berichtet die “Berliner Morgenpost”. Besonders drastisch ist der Trend von einer sinkenden Anzahl an Sozialwohnungen dabei in den westlichen Außenbezirken der Stadt zu bemerken. Dazu gehören vor allem Reinickendorf, Spandau oder Neukölln.
Wohnungsberechtigungsscheine als Lösung?
Um der aktuellen Entwicklung entgegenzuwirken, plant die SPD den sogenannten Wohnungsberechtigungsscheinen, kurz WBS, wieder mehr Bedeutung zukommen zu lassen. Die Pläne der Sozialdemokraten sehen vor, Sozialwohnungen nur noch nach strengen Auflagen zu vermieten. Anspruch auf eine solche Wohnung soll demnach nur noch haben, wer als Alleinstehender pro Jahr weniger als 16.800 Euro verdient. Zweipersonenhalte sollten unter 25.200 Euro (zuzüglich 700 Euro pro eventuell vorhandenes Kind) verdienen.
Die herkömmlichen Sozialwohnungen im Berliner Westen soll es ab Mai dieses Jahres nur noch für besondere Anspruchsgruppen geben. Dazu zählen neben Schwangeren vor allem Behinderte sowie Mieter, die von einer Wohnungsräumung betroffen sind und Sozialhilfeempfänger, die aus Kostengründen umziehen müssen.
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