Gefahr durch Brandstiftung: Kinderwagen im Treppenhaus

Das Abstellen von Kinderwägen im Hausflur kann gefährlich werden. Erst vor Kurzem kam es wieder zu einem Fall von Brandstiftung, der dies zu einer traurigen Gewissheit machte.

Unbekannte zündeten in einem Wohnhaus in Berlin einen im Hausflur abgestellten Kinderwagen an. Aufgrund dessen starben drei Menschen. Die Polizei berichtet, dass dies kein Einzelfall ist und es immer wieder zu ganz ähnlichen Fällen kommt. Nun wurden wieder Diskussionen entfacht, in denen es darum geht, wie solche Fälle verhindert werden können.

Immer wieder werden Kinderwagen zu einem beliebten Zündelobjekt von Brandstiftern. Die Rechtssprechung erlaubt, dass diese im Flur abgestellt werden dürfen, sofern sie Durchgangswege und Türen nicht versperren. Die Richter sind sich dabei darüber im Klaren, dass es für Mütter oftmals unmöglich ist, Kinder und Wagen zur gleichen Zeit in die Wohnung zu bringen, ohne dabei die Aufsichtspflicht zu verletzen.

Um nun aber Brandstiftung zu verhindern, bzw. die Folgen so gering wie möglich zu halten, gibt es verschiedene Ansätze. Sofern es finanzierbar ist und genügend Platz zur Verfügung steht, könnten abschließbare Räume im Mietshaus oder ein kleiner Schuppen auf dem Hof angeboten werden.
Eine günstigere Idee sind Rauchmelder, die im Treppenhaus angebracht werden. Dies würde zwar eine eventuelle Brandstiftung nicht verhindern, die Hausbewohner wären allerdings rechtzeitig gewarnt und könnten sich in Sicherheit bringen.