Gekürzte Förderung für Ökostrom

Fördermittel für die Ökostrom-Erzeugung werden aufgrund eines Beschlusses des Bundeskabinetts gekürzt. Die geringeren Subventionen für Solarenergie betreffen Immobilieneigentümer, die bislang durch diese Förderung zur vermehrten Generierung von Ökostrom angehalten werden sollten. Es handelt sich dabei um eine maximale Kürzung von 24%.

Hauptsächlich betroffen von dieser Reform, ist die Erzeugung von Solarenergie. Bis Juni 2011 wird die Solarsubvention um bis zu 15% gekürzt. Der nächste Schritt der Kürzung erfolgt Anfang 2012. Dann ist eine Reduzierung von 24% fällig. Die erste Kürzung soll sich an der aktuellen Marktlage orientieren. Je Mehr Neuanlagen im Frühjahr 2011 ans Netz gehen, desto höher wird die Kürzung ausfallen.

Mit dieser Maßnahme erfüllt die Bundesregierung die Forderungen von Bundesumweltministerium und der Solarbranche. Auf diese Weise soll der Solarstrom-Boom gebremst werden. Die Vergütung ist in Deutschland für 20 Jahre zugesichert. Andere Europäische Länder begrenzen den Neubau von Photovoltaikanlagen bereits. Die Kürzung der Subventionierung soll die Strompreise wieder stabilisieren, die zu Beginn des Jahres gestiegen sind.

Experten vermuten, dass diese Regelung zu einem Verkaufsboom von Photovoltaikanlagen im Juli führt. Bis dahin wird noch von den hohen Subventionen profitiert, die für Dachanlagen aktuell bei 28 Cent je Kilowattstunde liegen. Dadurch könnten die Strompreise abermals steigen, da alle Stromkunden die Einspeisung dieses Ökostroms bezahlen.

Ab 2012 wird es auch weniger Förderung für Strom aus Biomasse geben. Dies kündigte das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium am. Man versuche auf diese Weise Fehlentwicklungen zu korrigieren. Durch die Subventionierung stieg in vielen Regionen die Nachfrage nach Mais, was zu Monokulturen und erhöhter Pachtpreise von Agrarflächen führte.