Immobilien eignen sich nur bedingt als Wertanlage

Gut die Hälfte aller in Deutschland lebender Menschen leben in einem Eigenheim. Sehr viele Mieter würden es ihnen gerne gleich tun. Und auch Bausparkassen bewerben die eigene Immobilie als optimale Altersvorsorge. Als Geldanlage eignen sich Eigentumswohnungen und Häuser allerdings nur in sehr gefragten Lagen.

Die Wahl des Wunschobjekts ist meist mit Emotionen verbunden. Ob die Immobilie an Wert gewinnt, ist dabei äußerst ungewiss. Nur bedingt sollte man dies also als Anlageform wählen. Experten berichten, dass in Hamburg, Düsseldorf, München und Stuttgart der Wohnraum knapp und gefragt ist. Hier steigt der Wert von Eigentumswohnungen durchschnittlich um 2,1 Prozent. Es gibt aber viele Fortzugesgebiete in Deutschland, die konstant an Wert verlieren. Darunter fallen beispielsweise ländliche Teile in Ostdeutschland und einige Gebiete im Ruhrgebiet.

Wer ein Haus baut oder kauft, darf bei der Berechnung der Rendite auch die Nebenkosten nicht vergessen. Dazu gehören Gebühren für Makler, Kosten für den Notar, die Grundbucheintragung und Grunderwerbssteuer. All dies kann nochmals 8 bis 10 % des Kaufpreises ausmachen. Wer mit seiner Geldanlage keinen Verlust machen möchte, sollte sich sicher sein, dass der Wert der Immobilie mindestens um diese Werte ansteigen.

Hat man vor, die Immobilie zu vermieten, so muss besonders auf die Lage geachtet werden. Spezialisten empfehlen, das Objekt so auszuwählen, als würde man selbst darin wohnen wollen. Man sollte zudem niemals Immobilien kaufen, die man vorher nicht besichtigt hat. Bei vermieteten Objekten allerdings finanzielle Risiken, wenn die Wohnung leer steht oder die Miete nicht bezahlt wird.