Makler müssen alle Kaufangebote an Kunden weitergeben

Ombudsmann Immobilien im IVD hat kürzlich entschieden, dass Immobilienmakler dazu verpflichtet sind, Kaufangebote an die Kunden weiterzuleiten. Auch Angebote, welche vorangegangene übertreffen, die wähend einer Verkaufsverhandlung abgegeben werden, fallen darunter.

Laut Ombudsmann Dr. Peter Breiholdt setzen sich Makler Schadensersatzforderungen aus, wenn sie ihren Kunden bessere Angebote nicht mitteilen. Der Hambuger Rechtsanwalt sagte „Interessenten können nicht erwarten, dass Immobilienmakler ihren Kunden bessere Angebote verschweigen“.

In einem aktuellen Fall interessierte sich ein ein Ehepaar aus Schleswig-Holstein für ein Grundstück mit festgeschriebenen Kaufpreis. Da das Paar das niedrigste Angebot aller Interessenten abgegeben hatte, schlug der Makler ihnen vor, das Angebot zu erhöhen. Nach Rücksprache mit der Bank verneinten diese das allerdings. In der Zwischenzeit wurde der Kunde des Immobilienmaklers über alle Angebote informiert. Dieser entschied sich für das höchste Angebot eines anderen Interessenten der Immobilie.

Nun kam es seitens des Ehepares zum Vorwurf, der Makler hätte ein nicht erlaubtes Bietverfahren eingeleitet. Der Ombusmann Immobilien bestätigte diesen Vorwurf aber nicht. Laut des Experten ist der Makler seiner Verpflichtung nachgekommen. Er müsse seine Kunden über höhere Angebote informieren, damit dieser sich entscheiden kann, welches er annimmt. Die Enttäuschung des Paares kann Dr. Breiholdt zwar verstehen, beim Immobilienmakler läge aber keine Schuld. Der habe sich rechtsgemäß verhalten und ist seinen Verpflichtungen nachgekommen.