Mietanstieg für 2011 erwartet

Die Mietpreise sind im Jahr 2010 nur gering gestiegen. Das Berliner Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen teilte kürzlich mit, dass die Mieten für Neubauwohnungen im bundesweiten Vergleich um 1,1 Prozent und für Altbauwohnungen um 1,3 Prozent angestiegen sind. Dieser statistische Wert sagt allerdings nichts über die spürbar höheren Mieten in Ballungszentren und bei Neuvermietungen aus. In diesen beiden Fällen sind auch die ohnehin höheren Mieten stärker gestiegen.

Und auch die durchschnittlichen kalten Wohnnebenkosten sind im Vorjahr um durchschnittlich 1,8 Prozent gestiegen. Verbraucher mussten für Energie im Haus durchschnittlich 0,3 Prozent mehr bezahlen. Das Institut teilte mit, dass sich der Anstieg der Mietkosten somit mit dem Anstieg der allgemeinen Lebenshaltungskosten anpasste. Diese haben sich im letzten Jahr um 1,1 Prozent erhöht.

Für das Jahr 2011 erwartet das Berliner Institut allerdings einen viel deutlicheren Anstieg. Mieten und Energie würden im laufenden Jahr teurer werden. Verantwortlich für diesen Trend ist eine steigende Nachfrage. Insbesondere in Regionen, die eine hohe Wachstumsrate erwarten wäre das Angebot knapper als die Nachfrage. Die fertig gestellten und geplanten Neubauten sind im Vergleich dazu zu gering. Insbesondere bei Neuvermietungen würden die Preise deshalb deutlich ansteigen. Aber auch bei älteren Bauwerken, die zwecks Energieeffizienz saniert wurden, werden die Kosten deutlich steigen.