Mietvertrag kündigen: Fristen und Fallstricke

Die Suche nach einer neuen Wohnung – in vielen deutschen Städten wird daraus die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Ist die Bleibe endlich gefunden, lohnt sich ein Glas Sekt. Dumm nur, wenn man beim Umzug plötzlich feststellen muss, bei der Kündigung des bestehenden Mietvertrags über einen Fallstrick gestolpert zu sein. Und damit nicht wirksam gekündigt hat. Wie können Sie aber eine solche unangenehme Situation vermeiden. Ganz einfach – mithilfe ein paar einfacher Tipps.
Das A & O: die Kündigungsfrist
Eigentlich unglaublich, aber ein Teil der Fälle, in denen das Mietvertrag kündigen Schwierigkeiten bereitet, hat seinen Ursprung schlicht in der Nichtbeachtung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist. Damit Ihnen nicht eben dieses Schicksal droht, werfen Sie vor der Unterschrift unter den neuen Mietvertrag noch einen Blick in Ihren alten Vertrag. In der Regel ist hier eine Frist von 3 Monaten verankert.
Kündigen Sie zum 15. März, können Sie zum 15. Juni die Umzugskartons packen. Falsch. Es kommt beim Mietvertrag kündigen auf die Formulierung der Klausel an. In Mietverträgen ist ein Stichtag festgehalten, bis zu dem die Kündigung zugegangen sein muss – etwa der 3. eines Monats. In unserem Fall wäre Ihre Wohnung erst ab 01. April wirksam gekündigt. Und damit müssen Sie einen Monat mehr Miete zahlen.
Mietvertrag kündigen – wo ist das Kündigungsschreiben?
Ein weiterer Fallstrick: Sie kündigen Ihren Mietvertrag, der Vermieter will davon aber nichts gewusst haben. Auf unerklärliche Weise ist das Kündigungsschreiben verloren gegangen. Daher unser Tipp: Kündigen Sie schriftlich und mit Einschreiben. Am besten mit Rückschein. Dann haben auch Sie einen Nachweis in der Hand, der belegt, dass Ihr Kündigungsschreiben den Empfänger erreicht hat. Einen Musterbrief für das Kündigungsschreiben finden Sie in unserer Rubrik Umzugstipps.