Probleme bei Wohnungsbesichtigungen

„Liebhaberobjekt“, „verkehrsgünstige Lage“, „ideal für Handwerker“ – Was verbirgt sich wirklich hinter Wohnungsinseraten?
Auf der Suche nach einer neuen Bleibe, begegnet uns so manche blumig verfasste Wohnungsanzeige. Oftmals ist man von der Besichtigung jedoch enttäuscht, die erhoffte Traumwohnung erweist sich als wahre Horror-Unterkunft und man ärgert sich im Nachhinein darüber, für diese Wohnungsbesichtigung Zeit geopfert zu haben. Um von vorn herein die potentiellen Objekte einzugrenzen und nicht immer und immer wieder auf wohl klingende Inserate hereinzufallen, die viel versprechen jedoch nichts halten, sollte man sich einmal die Zeit nehmen sich intensiv mit dem gängigen „Wohnungsannoncen-Jargon“ auseinandersetzen. Hilfreich hierbei ist ein Artikel des deutschen Magazins Capital, welcher den Code der Immobilieninserate und die „Vermieter-Prosa“ entschlüsselt.
Ist beispielsweise von einer „heimelige Dachwohnung“ die Rede, handelt es sich oftmals um eine kleine Wohnung mit vielen Schrägen, die einem das Möbelstellen schwer machen. Und auch der in vielen Inseraten verwendete Begriff „Liebhaberobjekt“ wurde vom Magazin Capital unter die Lupe genommen. Hinter dieser Umschreibung versteckt sich meist ein stark renovierungs- und sanierungsbedürftiges Haus. Wer sich hingegen für eine Wohnung in einer „familienfreundlichen Wohngegend“ interessiert, dem sollte bewusst sein, dass dort vorwiegend kinderreiche Familien wohnen, es also tagsüber entsprechend laut werden dürfte. Gleiches gilt für Wohnungen in „zentraler verkehrsgünstiger Lage“. Diese Wohnungen liegen ziemlich sicher an einer stark befahrenen Straße und verfügen somit über einen extrem hohen Lärmpegel.
Grundsätzlich gilt: Je verlockender ein Inserat klingt, desto unattraktiver dürfte die Wohnung sein, die sich dahinter verbirgt. Denn eine schöne Wohnung spricht für sich und bedarf keiner blumig verfassten Beschreibungen!