Rechte und Pflichten einer Umzugsfirma – Teil 1

Sie ziehen demnächst in eine andere Wohnung und möchten eine Umzugsfirma mit dem Umzug beauftragen? Dann ist es wichtig sich vorab über Rechte und vor allem Pflichten eines Umzugunternehmens zu informieren!
Wann haftet die Umzugsfirma, wann muss ein eventueller Schaden gemeldet werden, wann kann die Umzugsfirma die Haftung verweigern?

Grundsätzlich sind die vertraglichen Beziehungen zwischen einer Umzugsfirma und einem privaten Verbraucher im Handelsgesetzbuch (HGB, ab § 451) geregelt. Der Gesetzgeber geht dabei davon aus, dass die Umzugsfirma die Schlüssel der alten und der neuen Wohnung erhält und sich dann um alles Weitere kümmert, d.h. die Möbel auf- und abbaut, das Transportgut verpackt, kennzeichnet und natürlich verlädt und zur neuen Wohnung transportiert. 
Das Handelsgesetzbuch besagt, dass die Umzugsfirma für den Verlust oder die Beschädigung des Umzugsgutes haftet sowie für Schäden, die während des Umzugs zum Beispiel am Treppenhaus entstehen. Die Höchsthaftung beträgt hierbei 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsgut. Von dieser Summe darf die Umzugsfirma auch in ihren AGB’s nicht zu Ungunsten des Verbrauchers abweichen! Sollten Sie besonders wertvolle Möbelstücke besitzen, empfiehlt es sich dennoch eventuell eine Zusatzversicherung für diese abzuschließen, auch, da Dinge wie beispielsweise Schmuck, lebende Tiere oder empfindliche Elektrogeräte nicht im gesetzlichen Haftungsumfang einer Umzugsfirma inbegriffen sind.
Wichtig: Achten Sie bei solchen zusätzlichen Versicherungen darauf, ob im Ernstfall der Zeit- oder Wiederbeschaffungswert erstattet wird!
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