Rechte und Pflichten einer Umzugsfirma – Teil 2

Wie bereits im letzten Blog-Beitrag erwähnt, haftet die Umzugsfirma laut Handelsgesetzbuch für den Verlust oder die Beschädigung des Umzugsgutes sowie für Schäden, die während des Umzugs entstehen. Es ist daher wichtig bei der Beratung und Verhandlung mit dem Umzugsunternehmen den Wert der Wohnungseinrichtung so genau wie möglich zu ermitteln.
Wenn Sie vorhaben bei Ihrem Umzug selbst mitzuhelfen, sollten Sie dabei beachten, dass die Umzugsfirma natürlich nur für die Arbeiten haften muss, die sie selbst ausgeführt hat. Wenn Sie also beispielsweise Gläser oder Geschirr selbst verpacken und anschließend beim Transport etwas in die Brüche geht, können Sie nicht auf Schadensersatz durch die Umzugsfirma hoffen. Die Umzugsfirma wird hier sicherlich argumentieren, dass das Umzugsgut ungenügend verpackt war.
In der Regel gibt es übrigens in den AGB auch eine Vertragsklausel für „unabwendbare Ereignisse“. Diese besagt, dass die Umzugsfirma nicht zur Haftung verpflichtet ist, sollte es durch Naturgewalten (z.B. Sturm, Gewitter, etc.) oder dritte Personen, die nicht haftbar zu machen sind (z.B. aufgrund von Fahrerflucht, etc.) zu einem Schaden kommen.
Wichtig ist auch, dass Sie eventuelle Schäden zeitnah bei der Umzugsfirma melden! Äußerlich erkennbare Mängel (z.B. ein zerbrochenes Glas oder einen abgebrochenen Henkel einer Kaffeetasse, etc.) müssen spätestens am Tag nach der Ablieferung der Möbel bei der Umzugsfirma reklamiert werden. Mängel, die sich nicht auf den ersten Blick erkennen lassen (z.B. ein defektes elektrisches Gerät, etc.) sind spätestens nach 14 Tagen an die Umzugsfirma zu melden, möchte man Anspruch auf Schadensersatz haben.
Ganz gleich, welches Umzugsunternehmen Sie mit Ihrem Umzug beauftragen und ganz gleich, ob Sie mithelfen oder nicht, lesen Sie unbedingt die jeweiligen AGB, damit Sie auch ja keine böse Überraschung erleben!