Schimmel im Neubau – das sollten Mieter wissen

Viele Menschen, die in eine neue Wohnung ziehen, stehen vor einem unliebsamen Problem. Die Neubauwohnung machte auf den ersten Anschein einen ordentlichen Eindruck, doch bereits einige Monate später entdeckt der Mieter Schimmel an den Wänden. Dies ist nicht nur sehr ärgerlich, eine zu späte Beseitigung kann auch mit hohen Kosten und unangenehmen Folgen für das Mobiliar verbunden sein.

Entdeckt der Mieter Schimmel an den Wänden seiner Neubauwohnung, kann er sich jedoch wehren. Ein Weg ist, auf eine Mietminderung zu bestehen. Jedoch gibt es im Zuge dessen einiges zu beachten. Da Schimmel an den Wänden nicht nur zu allgemeinem Unwohlsein des Mieters führt, sondern auch die Gesundheit nachhaltig schädigen kann, lohnt es sich dagegen vorzugehen. Feuchte Wände werden rechtlich immer als Mangel an der Mietsache gewertet. Dafür kann der Mieter also nichts.
Eine Mietminderung ist jedoch nicht in jedem Fall möglich. Zunächst ist zu prüfen, worin die Ursache für den Schimmel begründet liegt. Handelt es sich um Schäden am Haus, dann hat der Mieter gute Chancen, eine Minderung der Miete durchzusetzen. Wurde der Schimmel hingegen durch ein falsches Heiz- und Lüftungskonzept seitens des Mieters verursacht, dann ist er für die Schimmelbildung selbst verantwortlich und hat keinen Anspruch auf eine Mietminderung.


Bei welchen Schäden kann eine Mietminderung geltend gemacht werden?

Nur verschiedene Gutachten, die entweder vom Vermieter oder manchmal auch vom Mieter in Auftrag gegeben werden, können zweifelsfrei belegen, ob der Schimmel aufgrund etwaiger Bauschäden entstanden ist. Zu den Schäden, die eine Minderung der Miete begünstigen, zählen unter anderem, undichte Stellen im Dach oder im Mauerwerk. Aber auch Baumängel, wie eine schlechte Wärmedämmung können ein Grund sein, auf eine Kürzung der Miete zu bestehen.
Inwieweit die Miete gemindert werden kann, hängt jedoch stets von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits ist das Ausmaß des Schimmelbefalls zu beachten. Andererseits muss auf die Gesamtmiete und auf die Kosten für die Beseitigung eingegangen werden. Bei einem Fachanwalt für Mietrecht kann sich jeder Mieter über seine Rechte bei Schimmel an den Wänden schlaumachen. Tritt Schimmel in der Wohnung aufgrund eines unzulänglichen Heizkonzeptes des Vermieters, wegen Baumängeln oder Schäden am Haus auf, dann ist der Vermieter in der Pflicht. Er übernimmt sowohl die Verantwortung als auch die Kosten für eine ordnungsgemäße Beseitigung des Schadens.