Telefon-Warteschleifen nun kostenfrei

Wer umzieht, muss sich oftmals mit lästigen An-, Ab- und Ummeldungen herumschlagen. Ob DSL-Anbieter, Telefonvertrag, Stromanbieter etc., jeder sollte über die neue Adresse informiert und eventuell neue Vertragsdetails ausgelotet werden. Oftmals versumpft man hierbei eine gefühlte Ewigkeit in langen Warteschleifen mit grausigen Musikeinspielern oder der immer wiederkehrenden monotonen Telefonstimme, die einem mitteilt, dass der nächste freie Mitarbeiter sich – natürlich – umgehend um einen kümmern wird. Und diese Warteschleifen sind nicht nur dann nervtötend, wenn man am Hörer hängt, auch ein Blick auf die Telefonrechnung verursacht oftmals blanken Horror. Nicht nur für die Nerven waren die Warteschleifen also bisher eine Strapaze, sondern auch für den Geldbeutel.
Doch zumindest der Geldbeutel soll in Zukunft geschont werden. Die Ministerien für Verbraucherschutz und Wirtschaft haben sich darauf geeinigt, dass Anrufer erst dann zahlen sollen, wenn sie auch tatsächlich mit einem Gesprächspartner verbunden sind.
Möglich wurde diese verbraucherfreundliche Änderung dadurch, dass es inzwischen technisch machbar ist, die Servicegespräche in kostenlose und kostenpflichtige Teile zu trennen. So werden künftig erst dann Gebühren fällig, wenn sich tatsächlich ein Mitarbeiter am anderen Ende der Leitung meldet, also tatsächlich auch eine Leistung seitens des Hotline-Betreibers erbracht wird.
Bisher waren lediglich 0800-Nummern kostenlos, für 0180-Servicedienste und 0900-Premiumdienste mussten Anrufer nach wie vor oftmals tief in die Tasche greifen.
Die geplante Änderung des Telekommunikationsgesetzes bringt übrigens noch weitere Vorteile für Verbraucher mit sich. So soll die Mitnahme von Rufnummern beim Telefonanbieterwechsel künftig innerhalb eines Arbeitstages erfolgen. Zudem sollen Verträge künftig eine maximale Mindestlaufzeit von 24 Monaten haben. Gleichzeitig müssen die Telekommunikationsfirmen aber auch Verträge mit einer Laufzeit von nur zwölf Monaten anbieten. Und auch Dienste, die nach einem Umzug nicht mehr genutzt werden können, sollen künftig deutlich einfacher kündbar sein.