Ratgeber: Umzugskostenpauschale 2012

Infos zur Umzugskostenpauschale

Grundsätzlich werden Kosten, die Arbeitnehmern aufgrund eines Umzugs entstehen, steuermäßig nur in dem Fall als Werbungskosten behandelt, falls der Umzug überwiegend beruflich bedingt war und private Gründe dabei eine eher untergeordnete Rolle spielten.

Beruflich bedingt ist ein Umzug dann, wenn dieser:

  • die Konsequenz eines Wechsels des Arbeitsplatzes ist,
  • aufgrund des Umzugs die Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsstätte sehr verkürzt wurde ( zumindest um eine Stunde täglich laut Rechtsprechung) und die Wegzeit im Berufsverkehr, die verbleibt, normal lang ist,
  • der Umzug im Sinne des Arbeitgebers ist,
  • der Umzug das Aufgeben bzw. Beziehen der Zweitwohnung im Zuge einer Doppel-Haushaltsführung angeht,
    das erstmalige Aufnehmen einer Berufstätigkeit stattfindet.
  • Abzugsfähige Kosten
    Abzugsfähig sind diese Kosten: Abzugsfähig sind Kosten, die im Bundesumzugskostengesetz gelistet sind. Dies sind zum einen Aufwendungen, die einzeln nachgewiesen werden können wie Kosten bei der Suche und beim Besichtigen von einer Wohnung (z.B. Fahrtkosten dorthin), Transportkosten entstehend durch das Befördern von Umzugsgütern (z.B. Speditionskosten), eventuell eine Mietausfallentschädigung (z.B. bei Miete, die doppelt zu zahlen war), Maklergebühren, Beschaffungskosten (z.B. für Öfen, Herde,…).

    Zum anderen sind dies Aufwendungen bis zur Höhe der Pauschbeträge für andere umzugsbedingte Auslagen.

    Konkrete Summen

    Die Verwaltung veröffentlichte neue Pauschbeträge für entstehende Umzugskosten, die rückwirkend von März 2012 an bis Jahresende anwendbar sind. Die Höhe der Pauschbeträge, die anwendbar ist, richtet sich nach dem Zeitpunkt der Beendigung des Umzugs.

    Die Höhe beträgt gemäß § 10 Bundesumzugskostengesetz (BUKG)

  • für Verheiratete beim Beenden des Umzugs ab dem März 2012 1357 Euro.
  • Für Jänner und März 2012 gilt ein Pauschbetrag für Verheiratete von 1314 Euro.
  • Ledige erhielten 2012 bei Umzugsbeendigung in den Monaten Jänner oder Februar 657 Euro, sonstige Familienmitglieder 289 Euro.
  • Ab März 2012 gilt für Ledige ein Pauschbetrag in der Höhe von 679 Euro.
  • Fallen die individuellen Kosten höher aus, können diese abgezogen werden. Ist der Betrag, der geltend gemacht wird, im Rahmen der Pauschbeträge des BUKG, muss das Finanzamt diesen als Werbungskosten anerkennen. Höhere Beträge sind durch Belege nachzuweisen. Erfolgen Umzugskostenerstattungen durch private oder öffentlichrechtliche Arbeitgeber sind diese steuerfrei, sofern der Umzug beruflich bedingt ist. Dies gilt bis zur Höhe der Summen, die nach dem BUKG zu erstatten sind.