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Wiesbaden: Mietpreise stiegen seit 1980 um 180 Prozent
Publiziert am: 13.2.2012 um 13:10Wohnen in der hessischen Landeshauptstadt ist lange nicht mehr so günstig wie noch vor etwa 30 Jahren. In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind die Mietpreise bemerkbar angestiegen und erreichen mittlerweile ein hohes Niveau. Aktuell liegt der Quadratmeterpreis in Wiesbaden zwischen 5 und 12 Euro – eine erschreckend hohe Summe, wenn man bedenkt, dass es 1980 noch Wohnraum für umgerechnet rund 2,90 Euro pro Quadratmeter gab.
Die 275.000-Einwohner-Stadt Wiesbaden ist nicht nur wegen ihren 15 Termal- und Mineralquellen weltweit als Kurbad berühmt. Auch deutschlandweit scheint sich Wiesbaden als Stadt hoher Beliebtheit zu erfreuen. Warum? Ganz einfach: Die Mietpreise für Wohnungen in der hessischen Landeshauptstadt stiegen seit 1980 um etwa 180 Prozent. Zu diesem Ergebnis kamen der 5. Mietreport des Mieterbundes und der 11. Mietspiegel für Wiesbaden.
Wiesbaden ist teuer geworden
Im Jahr 1980 zahlte man für einen Quadratmeter kalt durchschnittlich einen Preis von umgerechnet 2,90 Euro. 2012 sind es dagegen im Durchschnitt satte 8,16 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Das entspricht einer Verteuerung von 180 Prozent. Zur Ermittlung des Ergebnisses hatte man etwa 16.000 Fragebogen verschickt, von denen allerdings nur 9.000 zurückkamen.
Altbauwohnung trotzdem ab 5 Euro pro Quadratmeter
Während der Mietpreis in Wiesbaden in der höchsten Kategorie auf 12,16 Euro gestiegen ist, gibt es aber immer noch relativ günstige Altbauwohnungen zur Miete. So beträgt die Miete für eine Altbauwohnung ohne Bad in der niedrigsten Kategorie aktuell etwa 5 Euro pro Quadratmeter. Allein in den vergangenen sechs Jahren war eine Steigerung der Mietpreise von acht Prozent zu verzeichnen.
Neubauwohnungen waren übrigens besonders von den höheren Mietpreisen betroffen. Während man für Neubauten ab Baujahr 2000 im Jahr 2006 noch 9,39 Euro zahlte, sind es mittlerweile bereits 10,22 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Anstieg von 8,8 Prozent. Auch größere Wohnungen über 60 Quadratmeter waren von der Mieterhöhung mit durchschnittlich 10,1 Prozent mehr betroffen.
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